1947 VOM MOBILEN WURSTKESSEL ZUM FESTEN PLATZ


Aus der Kriegsgefangenschaft zurück, treibt Max Konnopke auf, was zum Bau zweier Holzbuden nötig ist. Die eine lässt er unterm Magistratsschirm Ecke Schönhauser Allee/Dimitroffstraße (ehemals Danziger Straße), die andere am Antonplatz in Weißensee aufstellen. Beide ersetzt er kurz darauf durch Wurstwagen. Die werden nachts weggerollt, denn das ist jetzt Vorschrift.

Tochter Waltraud erlernt Bäckereifachverkäuferin, Sohn Günter das Fleischerhandwerk. Die Tochter steigt dann ins elterliche Gewerbe ein. Ehemann Kurt Ziervogel ist schnell mit von der Partie. Ab 1958 verkaufen sie zusammen Würste auf Wochenmärkten im Prenzlauer Berg und helfen an den beiden Buden aus. Auch auf dem Berliner Weihnachtsmarkt stehen sie am Bräter. Ihre Kartoffelpuffer dort sind ein Renner!